Aufzug im Grundriss planen: So viel Platz braucht ein Lift wirklich
Wer einen „Aufzug im Grundriss“ plant, steht vor einer typischen Frage:
Wie viel Platz braucht ein Lift wirklich – und wo fügt er sich sinnvoll in Treppenhaus, Flure und Wohnungen ein, ohne den Grundriss zu sprengen?
Aktuelle Fachbeiträge zur Aufzugsplanung zeigen: Entscheidend sind Schachtmaße, Fahrkorbdimensionen, Türbreiten und Bewegungsflächen vor dem Aufzug. Gleichzeitig müssen Normen wie DIN EN 81-70 und DIN 18040 bzw. entsprechende österreichische Regelwerke beachtet werden, wenn der Aufzug barrierefrei nutzbar sein soll.
Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet „Aufzug im Grundriss“ in der Praxis?
- Normen & Mindestmaße: Wie groß muss ein Aufzug sein?
- Aufzug im Grundriss von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern
- Wenn der Platz knapp ist: Plattformlift statt klassischem Aufzug
- Planungsfehler vermeiden: 5 Punkte für den Grundriss
- Fazit: Mobilität mitdenken, bevor gebaut wird
- FAQ – Häufige Fragen zu „Aufzug im Grundriss“

Was bedeutet „Aufzug im Grundriss“ in der Praxis?
Aufzugshersteller und Planungsleitfäden beschreiben den Schritt „Aufzug im Grundriss verankern“ sehr konkret:
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Der Aufzug wird als Schacht mit Fahrkorb und Türen in Grundriss und Schnitte eingetragen.
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Es werden Platzbedarf für Schacht, Antrieb und Türbereiche berücksichtigt.
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Vor der Tür sind Bewegungs- und Warteflächen für Personen – idealerweise auch für Rollstuhlnutzer – einzuplanen.
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Der Aufzug muss sinnvoll an Flure, Eingänge, Stellplätze oder Wohnungszugänge angebunden werden.
Kurz gesagt:
Es geht nicht nur darum, „irgendwo einen Schacht einzuzeichnen“, sondern den Lift logisch in die Erschließung des Gebäudes einzubinden.
Typische Fragen in dieser Phase:
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Erreicht der Aufzug alle relevanten Ebenen (Eingang, Wohnen, Keller, Dach)?
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Liegt der Zugang so, dass Wege kurz und intuitiv sind?
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Ist genug Platz für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl vorhanden?
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Muss der Aufzug von Anfang an mitgebaut werden – oder wird nur ein „Aufzugsvorsorge-Schacht“ vorgesehen, der später ausgebaut wird?
Gerade bei Einfamilien- und kleinen Mehrfamilienhäusern lohnt sich diese Überlegung früh: Oft ist die Entscheidung, klassischen Aufzug oder Plattformlift zu planen, bereits eine Grundsatzfrage im Grundriss.
Normen & Mindestmaße: Wie groß muss ein Aufzug sein?
Wer einen Aufzug im Grundriss plant, stößt schnell auf zwei Normenwelten:
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DIN EN 81-70 (bzw. ÖNORM EN 81-70) – Zugänglichkeit von Aufzügen, Aufzugstypen und Kabinenmaße.
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DIN 18040-1/-2 – barrierefreies Bauen in öffentlichen Gebäuden und im Wohnbereich, inkl. Anforderungen an Aufzüge und Bewegungsflächen.
Wesentliche Eckwerte, die in vielen Fachquellen genannt werden:
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Barrierefreier Aufzug (Typ 2)
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Fahrkabine mindestens 1,10 m × 1,40 m
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lichte Türbreite mindestens 90 cm
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Transport eines Rollstuhlnutzers mit Begleitperson möglich.
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Bewegungsfläche vor der Tür
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Vor Aufzugstüren ist laut barrierefreiem Bauen eine Bewegungs- und Wartefläche von mindestens 1,50 m × 1,50 m einzuplanen.
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Tür- und Schachthöhen
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Fahrkorb- und Schachttüren sollten etwa 2,10 m Höhe erreichen, um eine komfortable Nutzung zu ermöglichen.
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Für den Grundriss heißt das:
Du planst nicht nur die Kabine, sondern immer auch den Schacht (inkl. Wandstärken) und eine ausreichend große Fläche davor.
Gerade im Wohnbau werden diese Mindestmaße häufig mit den Anforderungen an rollstuhlgerechte Erschließung kombiniert – etwa wenn eine Wohnung offiziell als barrierefrei oder rollstuhlgerecht angeboten werden soll.
Lehner Lifttechnik begleitet viele Projekte genau an dieser Stelle – mit vertikalen Plattformliften und Plattform-Treppenliften, die sich im Grundriss oft deutlich kompakter integrieren lassen als klassische Personenaufzüge.
Sigma
- Kompaktes, formschönes Design
- Antriebsturm nicht höher als Geländer
- Konstruktion aus Aluminium
Liftboy 1 / 2 / 3
- Innen und Außen einsetzbar
- Verfügbar in allen RAL Farben
- Optional als mobile Hebebühne
Liftboy 4
- Zwei Hubhöhen wählbar
- Nutzung innen und außen möglich
- Verstellbare Rampenbreite
Liftboy 5
- Hubhöhe bis 1300 mm
- Elektrischer Doppelscherenantrieb
- Stabile Plattform
StepSaver
- Hubhöhe bis 500 mm
- Keine baulichen Anpassungen
- Treppe weiterhin nutzbar
Elevex
- Sehr robuster Lift
- Designed für den Außenbereich
- Einfache und schnelle Montage
Aufzug im Grundriss von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern
Hausanbieter und Architekten sprechen in ihren Ratgebern regelmäßig genau diesen Punkt an:
„Ist zusätzlich zum Treppenhaus auch ein Aufzug im Grundriss geplant?“
Einfamilienhaus
Im Einfamilienhaus sind typische Varianten:
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Klassischer Aufzugsschacht mitten im Haus, der alle Ebenen verbindet.
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Ein homelift-ähnliches System mit kleinerer Kabine für 1–2 Personen.
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Eine vorbereitete „Aufzugsvorsorge“ im Grundriss: Schachtfläche, die zunächst als Abstellraum genutzt wird und später mit einem Lift ausgestattet werden kann.
Hier kann Lehner Lifttechnik mit vertikalen Plattformliften eine interessante Alternative sein – gerade, wenn es in erster Linie um Barrierefreiheit für Rollstuhlnutzer geht und nicht um große Lastaufzüge.
Mehrfamilienhaus / Wohnanlage
In Mehrfamilienhäusern ist der Aufzug im Grundriss oft Teil der zentralen Erschließung:
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Integration in das Treppenhaus
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Erschließung mehrerer Wohnungen pro Etage
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Anbindung an Keller, Garage oder Fahrradraum
Hier sind die barrierefreien Mindestmaße (Kabine 1,10 × 1,40 m, Tür 90 cm, Bewegungsfläche davor 1,50 × 1,50 m) fast immer Standard, wenn die Anlage altersgerecht oder barrierefrei vermarktet werden soll.
In Bestandsbauten, in denen dieser Platz im Grundriss fehlt, kommen häufig Außenaufzüge oder außen angeordnete Plattformlifte ins Spiel – statt das Treppenhaus komplett umzubauen.
Wenn der Platz knapp ist: Plattformlift statt klassischem Aufzug
Genau hier kommen die Lösungen von Lehner Lifttechnik ins Spiel:
Lehner bietet vertikale Plattformlifte und Plattform-Treppenlifte, die viele Grundriss-Probleme entschärfen, weil sie:
- eine kleinere Grundfläche benötigen als ein vollwertiger Personenaufzug,
- in vielen Fällen ohne massiven Schacht auskommen (freistehende Konstruktionen, leichte Einhausungen),
- sich sowohl im Innen- als auch im Außenbereich an Treppen, Podesten oder Balkonen installieren lassen.
Beispiele aus dem Lehner-Portfolio:
- Sigma – vertikaler Plattformlift für Hubhöhen bis 8 m, mit schlankem Antriebsturm, optionalen Verkleidungen und Auffahrrampe; ideal, wenn mehrere Ebenen überwunden werden sollen, ohne einen klassischen Aufzugsschacht zu bauen.
- Liftboy & Elevex – kompakte Hublifte für geringere Höhenunterschiede, etwa am Eingang oder zwischen Podesten; auch außen montierbar.
- Plattform-Treppenlifte (z. B. Omega, Delta, Stratos) – fahren entlang der Treppe und benötigen keinen eigenen Schacht; spannend, wenn im Grundriss kein separater Aufzugskern untergebracht werden kann.
In der Planung sieht das so aus:
Statt im Grundriss einen großen Aufzugsschacht zu verankern, wird oft eine etwas kleinere Plattformfläche vorgesehen – entweder im Gebäude oder als Außenlösung. Für viele Einfamilienhäuser oder kleinere Objekte reicht das, um eine vollwertige barrierefreie Erschließung zu erreichen.


Planungsfehler vermeiden: 5 Punkte für den Grundriss
Fachleitfäden zum barrierefreien Bauen zeigen immer wieder ähnliche Fehlerbilder – viele davon lassen sich mit einer sauberen Grundrissplanung vermeiden.
1. Zu geringe Bewegungsflächen vor dem Lift
Vor der Aufzugstür sollten mindestens 1,50 × 1,50 m frei bleiben. Das gilt besonders, wenn der Lift rollstuhlgerecht sein soll. Eng am Treppenlauf platzierte Türen ohne ausreichend Vorfläche erschweren die Nutzung massiv.
2. Aufzugsausgang direkt gegenüber einer Treppe
Normative Hinweise verbieten bzw. reglementieren abwärtsführende Treppen direkt gegenüber von Aufzugstüren. Wird es nicht anders möglich, sind Sicherheitsabstände gefordert. Besser: den Lift seitlich an ein Podest anbinden.
3. Kabine zu klein für die gewünschte Nutzung
Wenn später ein Rollstuhl mit Begleitperson transportiert werden soll, reicht ein Mini-Lift meist nicht aus. Bereits im Grundriss sollte klar sein, ob mindestens die Maße eines „Typ-2-Aufzugs“ erreicht werden.
4. Keine klare Erschließungslogik
Ein Lift, der „irgendwo“ endet, aber keinen direkten Bezug zu Wohnungseingängen oder wichtigen Räumen hat, wird im Alltag kaum genutzt. Wichtig: Der Aufzug muss in der Grundrisslogik gleichwertig zum Treppenlauf gedacht werden.
5. Nachrüstung nicht mitgedacht
Gerade bei Neubauten ohne Sofortbedarf an einem Lift lohnt sich eine Aufzugsvorsorge im Grundriss – oder die bewusste Planung von Platz für einen späteren Plattformlift (innen oder außen). Das hält Optionen offen, ohne das Budget zu sprengen.
Lift-Anfrage in 5 Klicks
Fazit: Mobilität mitdenken, bevor gebaut wird
„Aufzug im Grundriss“ ist kein Detail, das man am Ende noch irgendwie hineinzeichnet – es ist ein zentrales Thema der Gebäudeplanung.
Externe Fachquellen zeigen:
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Barrierefreie Aufzüge brauchen definierte Kabinen- und Türmaße.
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Vor den Türen sind großzügige Bewegungsflächen vorzusehen.
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Lage im Grundriss, Anbindung an Treppenhaus und Erreichbarkeit der Wohnungen entscheiden über die Alltagstauglichkeit.
Lehner Lifttechnik ergänzt diese Sicht um eine wichtige Option:
Mit vertikalen Plattformliften und Plattform-Treppenliften lassen sich Aufzugslösungen realisieren, die im Grundriss oft weniger Platz benötigen und sich besonders für Bestandsbauten, Einfamilienhäuser und kompakte Treppenhäuser eignen.
Der nächste Schritt ist immer ein konkretes Projekt:
Mit Plänen, Fotos und ein paar Eckdaten können Lehner-Partner einschätzen, welcher Lift-Typ zu Deinem Grundriss passt – vom innenliegenden Plattformlift bis zur außen angeordneten Lösung an der Fassade.
Alle Angaben in diesem Artikel dienen ausschließlich der unverbindlichen Information und erfolgen ohne Gewähr; für weitere Auskünfte kontaktieren Sie bitte direkt Lehner Lifttechnik.
FAQ – Häufige Fragen zu „Aufzug im Grundriss“
Idealerweise von Beginn an. Je früher der Aufzug mitgedacht wird, desto besser lässt er sich mit Treppenhaus, Fluren und Wohnungen koordinieren – und desto einfacher wird es, barrierefreie Normen (Kabinenmaß, Türbreite, Bewegungsfläche) einzuhalten.
Für einen barrierefreien Aufzug wird in der Regel mindestens ein Kabinenmaß von 1,10 × 1,40 m mit einer lichten Türbreite von 90 cm genannt (Aufzugstyp 2 nach DIN EN 81-70 / DIN 18040). Damit kann ein Rollstuhlfahrer mit Begleitperson transportiert werden.
Dann können Plattformlifte oder vertikale Plattformlifte eine Alternative sein. Sie benötigen oft eine kleinere Grundfläche, können innen oder außen angeordnet werden und sind speziell für die Überwindung von Höhenunterschieden mit Rollstuhl oder Hilfsmitteln ausgelegt. Lehner Lifttechnik bietet hierfür z. B. die Modelle Sigma, Liftboy oder Elevex an.
Lehner Lifttechnik arbeitet mit einem Netzwerk aus Partnerfirmen, die Planung, Aufmaß, Montage und Service übernehmen. Über Pläne und Fotos lässt sich meist schnell erkennen, welche Liftlösung sinnvoll ist und wie sie im Grundriss verankert werden kann – inklusive Abstimmung auf Normen, Statik und baurechtliche Vorgaben.











